04.07.Die Geburt
Das ist jetzt kein "Probeliegen" mehr...

Am 1. Juli 2025 (61.Tag der Tragezeit) kam unser P-Wurf mit drei Rüden und drei Hündinnen zur Welt.
Es begann damit, dass mir Manja am Morgen des 60. Tages hechelnd und zitternd in der Küche entgegenkam, mit einem panischen Ausdruck in den Augen. Mir war sofort klar, was los war, und flugs ging es nach oben in die Wurfkiste. Alles war ja Tags zuvor schon bereit gelegt worden. Ich schnappte mir noch ein gutes Buch und mein Handbuch der Hundezucht von Inge Hansen und dann gingen Manja und ich in Klausur. HW war für meine kulinarische Versorgung im Hintergrund tätig und versorgte auch die anderen Tiere.
Die Eröffnungswehen, die der eigentlichen Geburt vorausgehen, dauern meistens megalang und scheinen nicht zu enden. Manja hechelte nicht aufgrund der sehr warmen Witterung dieser Tage, denn das Zimmer war trotzdem kühl, sondern aufgrund der Wehen. Vom Morgen bis zum Abend und die ganze Nacht hindurch. Ab und zu ging es raus in den Garten zum Lösen und dann schnell wieder rein. Manja tat mir Leid, sowas ist langwierig und anstrengend. Und besonders nachts total kräftezehrend, man ist müde - Mensch wie Hund - und bekommt kein Auge zu.

Da traf es sich gut, dass wir Verstärkung bekamen. Stella wollte uns Gesellschaft leisten und lag zunächst auf Abstand auf dem Bett (was sie sonst niemals tut), später aber auch direkt vor der Wurfkiste, um Manja seelischen Beistand zu leisten. Manja machte den Eindruck, dass es ihr gut tat und Stella ihr willkommen war. Billes Erscheinen hingegen wurde von Manja mit Missfallen quittiert und so musste sie den Raum wieder verlassen. Da Bille mit Welpen eh nichts am Hut hat und sie das Procedere ja schon x Mal miterlebt hat, roch sie den Braten und verschwand freiwillig, ohne Bedauern.

Auf Dauer wollte ich Stella aber lieber nicht so dicht dabei haben, weil sie während der Austreibungsphase mit Sicherheit im Weg gewesen wäre und Manja irritiert hätte. So musste sie zur Nacht umziehen und lag vor der Tür auf einem Hundebett, in Sichtweite, aber durch ein Gitter getrennt. Als wir nachts zwischendurch mal zum Lösen in den Garten gingen, kam sie mit und erlegte leider bei der Gelegenheit einen unschuldigen Igel. Stella ist die "Diana" unter meinen Eurasiern. Schade, dass sie einen so ausgeprägten Jagdtrieb im Laufe der Jahre entwickelt hat.
Manja interessierte der Igel überhaupt nicht, die gehorchte gerade anderen Trieben und steuerte unaufhaltsam auf die Austreibungsphase zu. Wie so oft, begann die Geburt im Morgengrauen. Der Übergang zu den Presswehen war kaum zu bemerken, so wenig strengte Manja sich an. Ich sagte gerade zu ihr:"Wenn Du Dich so wenig anstrengst, dann wird das aber nichts" - und zack kam die erste Fruchtblase zum Vorschein und der erste Welpe wurde geboren, abgenabelt und von seiner Fruchthülle befreit. Der Erstgeborene war ein propperer dunkler Rüde, der das blaue Halsband zur Kennzeichnung bekam, nachdem ich ihn schnell gewogen hatte.
"Huch, wer bist Du denn??"

Sehr souverän säuberte und beleckte Manja ihren Sohn und er hatte nun das Privileg, der erste und einzige an der Milchbar zu sein und sich nach Herzenslust satt zu trinken. Ich wappnete mich, und rechnete in Kürze mit dem nächsten Welpen. Und wartete, und wartete...eine Stunde verging, noch eine halbe Stunde verging und ich wurde immer nervöser. So ein langer Abstand gleich am Anfang, das verhieß nichts Gutes, fürchtete ich. Und als fast 2 Stunden vergangen waren, folgte endlich Welpe Nr. 2, eine Hündin.

Auch der restliche Geburtsverlauf war geprägt von großen Abständen zwischen den einzelnen Geburten. Mindestens eine Stunde Pause legte Manja zwischen jedem Welpen ein. Bei keiner meiner früheren Hündinnen habe ich das so erlebt. Es ging sonst meist zu Anfang der Geburt Schlag auf Schlag und manchmal war es auch hektisch. Das hier war dagegen ein "Spaziergang" und so langsam gewöhnte ich mich an Manjas Rhythmus. Auch ihre Art des Gebärens war anders als ich es kannte. Es fiel ihr leicht und bedurfte nur weniger Presswehen mit kaum einer besonderen Anstrengung. Eine so ruhige und geordnete Geburt habe ich selten erlebt. Und das mit einer blutigen Anfängerin (im wahrsten Sinne des Wortes...;-)

Als Welpe Nr. 6 gegen 12 Uhr mittags geboren war, stellte ich mich auf Nr. 7 gegen 13 Uhr ein. Ich wartete geduldig und wunderte mich, weil sich nichts weiter tat. Ich wartete weiter, merkte aber, dass Manja mit ihren sechs Kindern sehr zufrieden und entspannt wirkte. Es sah nicht nach weiteren Wehen aus. Dennoch kann immer ein Nachzügler kommen, auch Stunden später. Sicherheitshalber gab ich mehrmals in Abständen Cimicifuga. Als sich dann immer noch nichts tat, war ich mir sicher: der P-Wurf ist komplett: sechs Welpen mit super Gewichten zwischen 350g und 450 g hat Manja in sieben Stunden ruhig und souverän zur Welt gebracht. Drei Rüden und drei Hündinnen, immer abwechselnd, immer schön der Reihe nach.

Nachdem alle Welpen trocken, gewogen und gut versorgt waren, wurde erstmal Wäschewechsel gemacht. Dazu musste die Hundefamilie kurz in ein anderes Bett umziehen.

Nachdem das Schlachtfeld beseitigt war, konnten die sechs kleinen P-iepmätze wieder in ihre heimische Wurfkiste zurückziehen, wo sie ein trockenes weißes Laken und ein kuscheliges Vetbed vorfanden. Zufrieden und satt war nun die kleine Hundefamilie. Manja war sehr müde, sie brauchte quasi Streichhölzer, um ihre Augendeckel aufzuhalten. Immer wieder sackte ihr der Kopf nach vorne. Aber sie riss sich zusammen, denn nun hatte sie als frischgebackene Mama ja eine Verantwortung und musste auf Empfang bleiben, falls einer der Welpen piep sagte. Und gepiepst und gesungen und gequietscht wird in der Wurfkiste sehr viel. Der kleine "gemischte" Chor gibt Tag und Nacht sein Bestes, um uns zu unterhalten.
Manja fallen die Augen zu


Unsere Sechslinge haben alle bereits potentielle Adoptiveltern, die alle sehnlichst darauf warten, das erste Mal ihre kleinen Hundebabys besuchen zu dürfen. Ab der vierten Woche ist Besuch erlaubt, bis dahin müssen die P's noch wachsen, zunehmen, Zähne bekommen, Augen und Ohren öffnen und auf den eigenen Beinchen laufen können. Und davon berichte ich dann weiter im Welpentagebuch der P-Welpen.
Und hier sind sie nochmal, die Stars der Wurfkiste: blau, grün, braun sind die Rüden gekennzeichnet. Rot, rosa und gelb die Hündinnen. Richtige Namen gibt es auch bald, - aber alles zu seiner Zeit. das haben wir ja nun von Manja gelernt. ;-)

30.06. Tagebuch der 8. und 9. Woche

Bilder sagen mehr als Worte
Hier kommt ein kleiner Bilderbogen der letzten 14 Tage. Es gibt von Manja natürlich vor allem eins zu vermelden: ihr Bauch rundet sich unübersehbar. ;-) Aus der sonst schlanken und sportlich aussehenden Manja ist eine etwas behäbige Madam geworden, die ihre Kugel auf Spaziergängen gemächlich von links nach rechts schaukelt.
Auch das Gesäuge ist mütterlich ausgeprägt, der Hund aber manchmal immer noch albern wie ein Teenager
Hört Manja Mäuse am Wegesrand piepen, sind die Beschwerlichkeiten der Trächtigkeit allerdings kurzfristig vergessen und der Mäuselsprung gelingt perfekt und elegant wie eh und je. Das Gras schmeckt ihr auch noch, hingegen ist sie in der letzen Zeit noch einmal wählerischer geworden, was ihre Mahlzeiten angeht. Aber ich bin ja einfallsreich. Da kommt allerlei zum Einsatz, was die Küche zu bieten hat. Nicht zuletzt Flüssignahrung in Form von guter Ziegenmilch, wenn gar nichts mehr überzeugen kann.

Der Bauch wird auf Spaziergängen auch gern mal unterwegs "abgelegt"...
Einige liebe Gäste haben in den letzten Tagen noch unser Rudel besucht und sich unsere Aufzuchtbedingungen angeschaut. Unsere Eurasier genossen die besondere Aufmerksamkeit, die ihnen durch unseren Besuch zuteil wurde.

Unter anderem kam auch mein Cousin Michael, der schon immer ein großer Eurasierfan war und schon für unsere liebe alte Wanja eine besondere Vorliebe hatte. Er kommt, wenn er im Lande ist, immer gern mal vorbei, um mal wieder "Eurasierluft" zu schnuppern.

Tagsüber halten sich unsere Hunde in dieser Jahreszeit vorzugsweise im Garten auf. Da gibt es viel zu tun, schließlich muss der ganze Zaun entlang der Straße kontrolliert werden. Da kommen im Sommer gern mal Fahrradfahrer mit und ohne Hund vorbei, auch Reitergruppen vom benachbarten Pferdehof und ganz selten auch mal Fußgänger bzw. Jogger.
Warum selber bellen? Ich bin jetzt ein Energiesparmodell :-)
Die Zaun-Überwachungsaktionen werden immer von Piri angeführt, die mit Adleraugen als erste bemerkt, wenn am Horizont ein Gefährt auftaucht. Dann ertönt ihr "Hallali" und die ganze Meute gibt entlang der ganzen Grundstücksgrenze "Geleit und Segen", bis die vermeintlichen Eindringlinge wieder in der Ferne verschwunden sind. Manja hat sich in der letzten Zeit eine Taktik zugelegt, die ihrem rundlichen Zustand entspricht: sie "lässt bellen" und läuft nur noch pro forma zwei, drei Schritte mit, um die anderen dann den Rest alleine erledigen zu lassen. Dabei sein ist alles, man muss ja nicht der Anführer sein. In der Ruhe liegt die Kraft.

Doch Bewegung muss natürlich sein, auch wenn man etwas bequemer geworden ist. Besonders schön und geruhsam sind unsere Abendspaziergänge, bei angenehmen Temperaturen und mildem Licht. Hierbei entstehen oft die idyllischsten Bilder.

Seit etwa einer Woche wird Manjas Temperatur bis zu drei Mal täglich gemessen, damit man bemerkt, falls die Temperaturkurve plötzlich drastisch nach unten ausschlägt. Das ist nämlich ein wertvoller Hinweis auf die nahende Geburt. Die Temperaturmessung macht Manja überhaupt nichts aus, sie steckt sie im wahrsten Sinne des Wortes gelassen weg. XD
Auch das Zimmer, in dem die Wurfkiste steht, ist komplett vorbereitet und wird von Manja hin und wieder auch schon gern zum Mittagsschlaf genutzt.

Heute ist der 60. Tag, nur noch kurze Zeit und die Wurfkiste wird von Leben erfüllt sein. Man kann es sich kaum vorstellen, dass unsere "kleine" Manja nun bald selber Welpen haben wird.

Manja ist ja sehr eng mit Stella verbunden, die beiden sind wie Mutter und Tochter. Ob Manja Stella früh in die Welpenpflege miteinbeziehen wird? Oder wird sie sich anfangs zunächst abgrenzen, wie es bei meinen anderen Eurasiern bisher immer der Fall war? Eine sehr spannende Frage. Spannend ist aber vor allem: wann geht es los? Wie wird die Geburt ablaufen? Und natürlich: wieviele Babys versteckt Manja in ihrem Bauch?
Manja verspricht, dass sie diese Geheimnisse bald lüften wird. Also bis bald!

18.06. Tagebuch der 6. und 7. Woche
Hitze und Regen, mal mit und mal ohne Wind wechselten sich in den letzten Wochen ab, und wir und unsere Hunde waren nur froh, unseren großen, baumumstandenen Garten zu haben, wo man sich im Schatten kühlen konnte.

Auf den Spaziergängen, die manchmal auch bei größerer Wärme stattfanden, suchten unsere Hunde nach Möglichkeit Schatten, der hier bei uns in Nordfriesland im Hochsommer allerdings Seltenheitswert hat. Die Marsch kann mit weitem Horizont und tollen Wolkenformationen punkten, aber Alleen gehören nicht unbedingt zum typischen Landschaftsbild.

Manja nutzte jede Gelegenheit zum Gras fressen, was aber allgemein bei allen meinen Hunden im Frühsommer hoch im Kurs steht.

Manjas Hobby Nr. 2 auf unseren Spaziergängen: nach Mäusen springen. Scheint eine Schwangerschaftsmarotte zu sein, meine anderen drei Hunde sind darauf jedenfalls nicht so versessen. Unsere liebe Cuba (Piris Mama) hat das auch immer leidenschaftlich gern getan, wenn sie trächtig war. Manja hat im Gegensatz zu Cuba bisher aber noch nie Jagderfolg gehabt. Zum Glück!

Und wenn Frauchen allzulange mit Fotomotiven am Wegesrand beschäftigt war, legte sich Manja einfach ins kühle Gras und chillte solange, bis es weiterging. Sie ist eine Lebenskünstlerin und macht aus jeder Situation das Beste.


Wie man auf dem einen Foto schon erkennen kann, hat sich Manjas Bauch inzwischen gut gerundet und auch ihre Zitzen sind schon deutlich größer geworden.
Was machte Manjas Appetit in dieser Zeit? In den ersten Wochen mochte sie nicht so viel fressen, hat manches Mal Futter im Napf übrig gelassen. Weil ich aber Wert darauf legte, dass sie die Geburtskräutermischung auf jeden Fall zu sich nimmt, bekommt sie jeden Morgen ein Schüsselchen mit Kräutern und Joghurt und Katzen-Milchcreme "zum Munde gereicht", was dann huldvoll entgegengenommen und restlos geleert wird.

Danach folgt die erste kleine Trockenfutter-Mahlzeit, welche sie allerdings nur frisst, wenn man ihr die Bröckchen auf den Boden streut oder sie mit der Hand füttert. Letzteres ist Hans-Werners "Fütterungstechnik". Egal wie - Hauptsache ist, das Futter landet im Hund.
"Aus dem Napf fressen?! Bist du verrückt?"

Die Mittagsmahlzeit besteht aus Frischfleisch (BARF) und da ist der Appetit so gut, dass Manja auch noch Stellas Rest inhaliert, die meistens etwas übrig lässt. Der Nachtisch, eine Kaustange, ist danach immer das Highlight. Und abends kommt dann wieder die Nummer mit dem "Trockenfutter an PVC-Boden" plus Keks zum Nachtisch. Alles andere Essbare, was bei uns Menschen auf den Tisch kommt, interessiert Manja darüber hinaus natürlich ganz besonders und wir müssen aufpassen, dass wir sie nicht in Versuchung führen, indem wir Essbares auf dem Tisch stehen lassen.
Freud und Leid liegt oft dicht beieinander
Bei aller Vorfreude auf unseren P-Wurf kam es leider zu einem tragischen Zwischenfall, der unser Rudel hart getroffen hat.
Am 45. Tag der Trächtigkeit bekam Manja und alle unsere Tiere turnusmäßig eine Wurmkur. Nur unser Kater Willi nicht, der war gerade im Garten unterwegs und ich wollte ihm die Tablette dann später geben. Doch dazu sollte es leider nicht mehr kommen.

Morgens am 14.06. Das typische Bild beim Frühstück. Ein letztes Mal, wer hätte das in dem Moment geahnt...
Willi entspannt ruhend mitten zwischen unseren Hunden - ein Anblick, der uns immer gerührt hat, nachdem unsere Hunde so viele Jahre Katzenjäger gewesen waren. Manja und Willi hatten als jüngste Mitglieder unseres Rudels dabei immer eine besonders enge Beziehung, manchmal spielten sie sogar miteinander und rangen um Spielzeug. Oder Willi "kämpfte" mit Manjas buschiger Rute.
Am Morgen des 15.06. fand ich Willi, nachdem er nachts - wahrscheinlich wegen des Gewitters - nicht reingekommen war, leblos ganz unten in einem aufgestapelten Turm aus drei Autoreifen. Dorthin muss er sich zum Schutz vor dem Gewitter verkrochen haben. Aber warum er mit seinen erst vier Jahren gestorben war, das können wir nicht begreifen und nur Vermtungen anstellen. Es könnte eine unentdeckte Herzerkrankung gewesen sein (HCM), die vielleicht bei einem heftigen Donnerschlag zu Schreck und zum Herzstillstand geführt hat. Äußerlich sah Willi unversehrt aus.
Es war ein sehr großer Schock für uns, dass Willi so plötzlich und unerwartet über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Wir ließen unsere Tiere in Ruhe von ihm Abschied nehmen und begruben ihn traurig am nächsten Tag bei Juri, Wanja, Lenka und Cuba. Letztere war seine ganz besondere Freundin gewesen, als sie sehr alt und er noch sehr jung gewesen war. Die beiden haben sich noch zwei Jahre lang gekannt, bevor Cuba dann 15-jährig über die Regenbogenbrücke ging. Nun sind sie wieder beisammen.
Wir haben Willi sehr geliebt und er war unser ganzer Stolz. Ein prächtiger, 9 kg schwerer Maine-Coon-Kater, der genau die richtige Mischung aus Frechheit und Schmusigkeit hatte und dem wir nicht nur verdanken, dass er uns oft zum Lachen gebracht hat, sondern auch, dass er unser ganzes Rudel um seine Pfoten gewickelt hat. Das hat vorher nie eine Katze geschafft. Willi war einfach der coolste Kater der Welt. Er bleibt immer in unseren Herzen und Gedanken.

Wir sind dankbar, dass wir noch Willis Mama Abby haben, die ebenso vertraut mit unseren Hunden ist, ihnen gegenüber aber ein eher zurückhaltend-vornehmes Wesen an den Tag legt. Trotzdem eine absolute Kampfschmuserin und ein großer Trost für uns nach Willis Tod.
Einer der seltenen Momente, wo Abby und Willi zusammen in einem Korb lagen

Doch das Leben geht weiter und wir haben durch Manjas Tragezeit Grund genug, wieder positiv nach vorne zu blicken.

Manja geht nun in die letzte Runde, d.h. in die Zeit, in der ihr Bauch immer praller werden wird, weil die Welpen jeden Tag ein wenig schwerer und größer werden, bis sie dann Anfang Juli bereit zum "Auszug" sind. Bis dahin sind es noch ca, 2,5 Wochen, die wie im Fluge vergehen werden. Es ist aber alles gut vorbereitet und auch die homöopathische Hausapotheke ist aufgefüllt.

Alle wichtigen Utensilien sind vorhanden und müssen dann nur noch zusammengetragen und im Wurfzimmer bereitgestellt werden. Wie das Wurfzimmer ausgestattet sein wird und wie Manja die letzten Wochen dann bis zur Geburt erlebt hat, das erfahrt ihr im nächsten und letzten Tagebucheintrag, kurz vor der Geburt.
Stella und Manja werden sicher zusammen einen guten Job machen, wenn die Welpen dann da sind, denn die Beiden sind nun noch enger miteinander verbunden, seitdem Manja trächtig ist. Wie Mutter und Tochter.

04.06. Ultraschalluntersuchung
Am 34. Tag nach dem Decken war heute die Ultraschalluntersuchung bei Tierärztin Sabine Nissen in Niebüll. Der Gang auf die Waage ergab ein Gewicht von 26,8 kg. Manja ist halt ein großes, starkes Eurasiermädchen, das passte also. Während wir darauf warteten, aufgerufen zu werden, war Manja ganz entspannt und schaute sich ruhig im großzügigen Wartebereich um.

Nicht lange danach wurden wir in den Ultraschallraum gebeten. Manja durfte auf einer dicken, weichen Matte Platz nehmen, die auf dem Untersuchungstisch ausgelegt worden war. Natürlich nicht ganz freiwillig, aber dennoch kooperativ ließ sie es sich gefallen, dass sie auf den Rücken gelegt und an Vorder- und Hinterbein dabei festgehalten wurde. Das Gel wurde auf dem leicht geschorenen Bauch verteilt und dann ging es mit der Untersuchung los. "Licht aus, Spot on"!

Sabine Nissen musste nicht lange suchen, ziemlich schnell waren einige kleine Fruchtblasen mit Eurasierbabys zu sehen. Sogar Krallen, ein Köpfchen im Profil, ein schlagendes Herzchen, Rippen und verschiedene Organe wurden sichtbar. Zwar nicht mir, ehrlich gesagt, aber der Tierärztin offenbarte sich das alles auf den ersten Blick. Besonders interessant: "Schau mal, das ist ein kleiner Rüde!" Ich: "Kannst du das sehen??" - "Ja, klar, da sieht man gut den Schaft!" Okay ... Sabine hat die Erfahrung, ganz klar.
Mir war nur wichtig, zu sehen, dass Welpen unterwegs sind. Nicht, wieviele, sondern dass. Wir haben bewusst nicht gezählt, das Ergebnis stimmt am Ende dann doch immer nicht. Da lassen wir uns gerne überraschen. ;-)

Auf der Decke war es anscheinend so gemütlich, dass Manja auch nach der Untersuchung noch freiwillig drauf liegen blieb. Sie machte keinerlei Anstalten, freiwillig die Luxusliege zu verlassen, sondern wartete in Ruhe ab, bis wir unsere Gespräche am Bildschirm beendet hatten. Manja ist echt so drollig!
Aber irgendwann musste sie diesen bequemen Ort, an dem sie zudem reichlich mit Leckerlis verwöhnt worden war, doch mal verlassen. Am Tresen wurde das Finanzielle erledigt und Manja durfte nochmal als stolze werdende Mama für ein Foto posieren.

Manja am 34. Tag der Tragezeit. (Ende der 5. Woche) Noch rank und schlank.
Neun Wochen dauert eine Trächtigkeit insgesamt. Rund um den 63. Tag werfen die meisten Hündinnen.
An dieser Stelle gibt es nun bis zur Geburt wöchentliche kleine Updates, um die Wartezeit zu verkürzen und auch, weil es so spannend ist, die Veränderungen, die in diesen wenigen Wochen bis zur Geburt passieren werden, zu dokumentieren. Also bis nächste Woche!
Ginger wird heute 10 Jahre alt und lebt seit ein paar Jahren in Steinbergkirche mit ihrem Kumpel Tamino bei unserer Tochter.
mehr dazu
Herzlichen Glückwunsch, lieber PanTau, Piet und Paulino sowie Polly-Pearl und Pinja-Elliot, zu eurem ersten Geburtstag! Bleibt weiterhin so lustige und freundliche Begleiter für eure Familien! Alles Gute für Euch!
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Im Juni wurde mir vom EFD die Aufgabe übertragen, Eurasier in Not zu vermitteln.
Wir planen unseren Q-Wurf zum Frühjahr 2027.